Einleitung, Teil 3
Vor allem im frühen 20. Jahrhundert gab das Ringen um die
neue Theorie Anlass zu zahllosen Diskussionen, darunter so
berühmten wie zwischen Niels Bohr und Albert Einstein. Dabei
wurde eine ganze Reihe von Gedankenexperimenten entwickelt,
also Experimente, die im Prinzip durchführbar sind,
in erster Linie aber zum Nachdenken über bestimmte Fragen
hilfreich sein sollten. Manche dieser Gedankenexperimente,
wie zum Beispiel das Katzenparadoxon von Schrödinger, haben
es zu einiger Bekanntheit gebracht. Dennoch handelte es sich
lange Zeit eben um Gedankenexperimente. Gerade in jüngerer
Zeit ist es nun gelungen, einige dieser Experimente zu realisieren,
wie wir in den Kapiteln 6–8 sehen werden. Die Beschäftigung
mit grundlegenden Aspekten der Quantentheorie
ist damit wieder ein spannendes Thema geworden.
Es gibt also eine Reihe guter Gründe, sich mit der Quantenphysik
zu beschäftigen. Doch bevor wir uns auf die Entdeckungsreise
in die Welt der Quanten begeben, möchte ich es
nicht versäumen, mich bei zwei Forschern des Laboratoire
Kastler Brossel in Paris zu bedanken. Astrid Lambrecht
hat trotz anderweitiger Verpflichtungen die Zeit gefunden,
eine Version des Manuskripts zu lesen. Ihre hilfreichen Kommentare
sind in dieses Buch eingeflossen. Serge Haroche hat
freundlicherweise der Verwendung von Daten aus seiner Arbeitsgruppe
in den Abbildungen 12, 25 und 28 zugestimmt.
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