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Sind Naturkonstanten eigentlich konstant? - Teil 2

Ein Beispiel für eine Naturkonstante ist die Lichtgeschwindigkeit,
also die Geschwindigkeit, mit der sich elektromagnetische
Wellen wie Licht oder Radiowellen im Vakuum ausbreiten.
Bereits Galileo Galilei hatte gezeigt, dass Licht nicht
unendlich schnell ist. Im Jahre 1676 bestimmte Olaf Römer
durch Beobachtung der Monde des Planeten Jupiter zum ersten
Mal einen, wenn auch nicht sehr präzisen Wert für die
Lichtgeschwindigkeit. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sorgten
die Experimente von Albert Abraham Michelson und
Edward William Morley für Aufsehen, die nachwiesen, dass
die Lichtgeschwindigkeit unabhängig von der Geschwindigkeit
des Bezugssystems ist.
Normalerweise addieren sich Geschwindigkeiten. Beobachten
wir zum Beispiel vom Ufer aus einen Schwimmer in einem
Fluss. Die Geschwindigkeit, mit der sich der Schwimmer an
uns vorbeibewegt, ergibt sich dann aus zwei Beiträgen. Zur
Geschwindigkeit des Schwimmers im Wasser kommt noch
die Fließgeschwindigkeit des Flusses hinzu. Ähnliches würde
man auch für die Geschwindigkeit von Licht erwarten,
das vom Scheinwerfer eines fahrenden Autos abgestrahlt
wird. Das Ergebnis von Michelson und Morley widerspricht
dieser Vermutung: Unabhängig von der Geschwindigkeit des
Autos ist die Geschwindigkeit des abgestrahlten Lichts immer
gleich groß.

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Copyright © 2006     Stand: 28. September 2009